Raumblatt
Wandlängen, Winkel, Nischen, Vorsprünge, Deckenhöhe, Fenster und Türschwenk werden gemeinsam erfasst.
Start › Leistungen › Küchenplanung
Ein hübsches Küchenbild ist noch kein Plan. Wir führen Raum, Technik, Alltag und Lieferweg in einer Planungsakte zusammen. So wird früh sichtbar, welche Form wirklich trägt, wo Änderungen nötig wären und welche Wünsche innerhalb des Budgetrahmens Priorität bekommen.

Die vier Blätter verhindern, dass ein auffälliges Detail den gesamten Raum diktiert. Erst wenn die Randbedingungen nebeneinanderliegen, beginnt die Formsuche.
Wandlängen, Winkel, Nischen, Vorsprünge, Deckenhöhe, Fenster und Türschwenk werden gemeinsam erfasst.
Wasser, Abfluss, Elektro, Heizkörper und eine mögliche Luftführung werden nicht aus einer Skizze geraten.
Kochgewohnheiten, Vorräte, Geräte, Sitzwunsch und Bewegungsbedarf geben der Planung ihre Reihenfolge.
Treppen, Türen, Aufzug und Engstellen gehören in die Planung, bevor lange Platten oder hohe Schränke bestellt werden.
Der Online-Start spart einen Blindtermin. Er ersetzt aber nicht die Vermessung vor der Bestellung.
Aus Fotos, einer einfachen Handskizze und Ihren Prioritäten entwickeln wir erste Richtungen. Eine Zeile lässt sich gegen ein L stellen; Hochschränke können gebündelt oder verteilt werden; ein Sitzplatz lässt sich mit mehr Arbeitsfläche abwägen. In der 3D-Ansicht erkennen Sie Proportionen besser als in einer Liste von Schranknummern.
Unsichtbare oder unklare Punkte bleiben markiert. Wandwinkel, Leitungen hinter Verkleidungen, Tragfähigkeit und bauliche Eingriffe werden nicht erfunden. Wo ein Fachgewerk entscheiden muss, gehört diese Abhängigkeit offen in den Plan.
Dresdens Quartiere liefern sinnvolle Prüffragen, aber keine Schablone. Amtliche Quellen und unsere daraus abgeleiteten Planungshypothesen bleiben deshalb getrennt.
Die Stadt beschreibt Striesen als von aus dem späten 19. Jahrhundert stammenden, quadratisch angelegten Kaffeemühlenhäusern geprägt. Daraus folgt kein Standardgrundriss. Für den Entwurf prüfen wir vielmehr Raumachsen, Fenster, Türen und mögliche Umbauten einzeln.
Viergeschossige Bauten, geschlossene Gevierte und frühere Hofnutzungen sind amtlich dokumentiert. In der Küche zählen dennoch nur die realen Maße: Leitungswege, Abluftmöglichkeit und Verkehrsfläche können von Wohnung zu Wohnung anders sein.
Die Dresdner Unterlagen nennen dreigeschossige Mietshäuser und ursprünglich eher kleine Wohnungen. Nach vielen Sanierungen darf daraus keine heutige Raumgröße abgeleitet werden. Stauraum und Gerätebreiten werden am Bestand entschieden.
Die Stadt belegt industrielle Bauweise seit den 1970er Jahren, aber keine einheitliche Küchenserie für jede Adresse. Anschlüsse, Steigzonen und Eingriffe müssen objektbezogen geprüft werden.
Quellen: Landeshauptstadt Dresden, Stadtbezirksgeschichten und Sanierungsbroschüren zu Striesen, Äußerer Neustadt, Pieschen und Prohlis; Direktabrufe im Dresden-RECON dokumentiert.
Wir zeichnen nicht nur Möbel, sondern Handlungen: Einkäufe abstellen, Lebensmittel kühlen, vorbereiten, spülen, kochen, anrichten und wieder wegräumen. Häufig benutzte Dinge brauchen kurze Wege; selten genutzte Geräte dürfen weiter oben oder hinten stehen. Offene Türen und Auszüge werden in der Draufsicht mitgedacht.
Eine Insel ist nur dann eine gute Lösung, wenn sie Arbeitsablauf und Raum verbessert. Fehlen freie Wege oder kollidieren Sitzplätze mit geöffneten Geräten, kann eine Zeile, ein L oder eine Halbinsel überzeugender sein. Die Form erhält keinen Bonus für Beliebtheit.
Auch Stauraum wird nicht pauschal maximiert. Ein zusätzlicher Hochschrank kann wertvoll sein, aber Licht und Arbeitsfläche kosten. Wir ordnen Vorräte, Geschirr, Töpfe, Abfall und Kleingeräte nach Nutzung und prüfen dann, welche Schranktypen tatsächlich gebraucht werden.
Nach dem Aufmaß stimmen Maße, Öffnungen, Anschlüsse und feste Bauteile. Abweichungen von alten Plänen werden in den aktuellen Stand übernommen.
Geräte, Arbeitszonen, Stauraum und Wege sind nachvollziehbar. Türen, Auszüge und Sitzplätze blockieren sich in den entscheidenden Situationen nicht.
Front, Korpus, Arbeitsplatte, Griffe und sichtbare Seiten sind eindeutig benannt. Muster werden im passenden Licht betrachtet, nicht nur am Bildschirm.
Lieferung, Montage, Anschlüsse und mögliche Vorarbeiten werden getrennt ausgewiesen. Eine Leistung, die nicht geklärt ist, wird nicht stillschweigend vorausgesetzt.
Die freigegebene Variante trägt Datum und klare Bezeichnung. Spätere Änderungen fließen in denselben Stand zurück, damit niemand nach einer alten Zeichnung arbeitet.
Ja. Fotos und grobe Skizze reichen für die Orientierung. Vor Bestellung und Fertigung ist ein professionelles Aufmaß nötig.
Nein. Baualter allein sagt wenig. Entscheidend sind der heutige Raum, Umbauten, Anschlüsse und der Lieferweg.
Wenn mehrere Richtungen plausibel sind, stellen wir sie entlang klarer Unterschiede gegenüber, etwa mehr Arbeitsfläche gegen mehr Sitzraum.
Morgenprobe: Der Weg vom ersten Getränk bis zum Frühstück wird ohne idealisierte Ordnung durchgespielt. Sind Kühlschrank, Geschirr, Vorräte und Abfall auch erreichbar, wenn eine zweite Person im Raum steht?
Einkaufsprobe: Taschen kommen durch die Tür, werden abgestellt und verteilt. Dabei zeigt sich, ob eine freie Fläche nahe Kühlschrank und Vorrat fehlt oder ob ein Laufweg durch offene Auszüge unterbrochen wird.
Besuchsprobe: Wer am Tisch oder an einer Theke sitzt, darf die Arbeitszone nicht dauerhaft blockieren. Gleichzeitig soll die kochende Person nicht um jeden Gast herumlaufen. Sitzwunsch und Küchenform werden deshalb im selben Grundriss getestet.
Wartungsprobe: Geräte müssen sich öffnen, ausbauen und warten lassen. Absperrungen, Filter und zugängliche Technik dürfen nicht hinter einer vermeintlich perfekten Ansicht verschwinden. Diese Probe ist unspektakulär, verhindert aber später teure Demontage.
Nach diesen vier Szenen wird der Entwurf nicht automatisch größer. Oft reicht es, einen Schrank zu verschieben, die Öffnungsrichtung zu ändern oder selten genutzten Stauraum anders zu ordnen. Die Revision dient nicht dem Verkauf zusätzlicher Ausstattung, sondern der Alltagstauglichkeit.
Wir ordnen die Angaben, markieren offene Punkte und entwickeln daraus den ersten Dresdner Küchenentwurf. Sie sehen früh, was zusammenpasst, bevor eine Bestellung Fakten schafft.
Der Budgetrahmen steht nicht erst unter dem fertigen Bild. Wir teilen ihn in Möbel, Geräte, Arbeitsplatte, Innenausstattung und vereinbarte Leistungen. So lassen sich Varianten gezielt verändern. Eine ruhigere Front kann Raum für bessere Auszüge schaffen; ein einfacheres Gerätepaket kann eine aufwendige Platte ermöglichen. Jede Verschiebung wird mit ihrer Wirkung benannt.
Unbekannte Vorarbeiten bleiben getrennt. Elektro, Wasser, Wand oder Boden werden nicht als scheinbar kostenloser Teil der Küche versteckt. Erst ein vergleichbarer Leistungsumfang macht aus zwei schönen Entwürfen eine belastbare Entscheidung.